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Dotchev freut sich auf neuen Rasen

Am Samstag empfängt der MSV Duisburg mit Türkgücü München einen ganz besonderen Aufsteiger im Wedaustadion. Die Gäste blicken auf mehrere Aufstiege am Stück zurück - ermöglicht durch diverse Fusionen und eine dicke Geldbörse von Investor Hasan Kivran. Zuletzt machte der Verein aber hauptsächlich durch Negativschlagzeilen auf sich aufmerksam.

MSV-Cheftrainer Pavel Dotchev kann mit dem Unentschieden beim Halleschen FC unter der Woche nicht zufrieden sein. „Wir haben gut gespielt und die Mannschaft hat das gezeigt, was ich in Köln vermisst habe, aber wir haben es nicht geschafft, uns selbst zu belohnen“, erklärt er vor dem Duell am Wochenende. Ein Sieg gegen den Aufsteiger aus München erscheint deshalb umso wichtiger, um die Distanz zu den Abstiegsrängen zu wahren.

Personalsorgen bei den Zebras

Sorgen bereitet ihm zudem die angespannte Personallage: Zu den bekannten Langzeitverletzten muss Dotchev auf die gesperrten Wilson Kamavuaka und Dominic Volkmer verzichten. In der Innenverteidigung spricht derzeit alles nach einer Startelf-Rückkehr von Vincent Gembalies, auf der Sechs ist Connor Krempicki Dotchevs erste Wahl. „Ich habe nicht sehr viele Alternativen. Sowohl Vincent als auch Connor sind im Spielrhythmus“, sagt der 55-Jährige. Um zum Erfolg zu gelangen, will der Duisburger Trainer guten Fußball spielen. Denn: „Wenn wir gut verteidigen, guten Fußball spielen und den Ball in unseren Reihen halten, kann der Gegner kein Tor erzielen.“

In die Karten spielen dürfte den Duisburgern auch der neue Rasen im Stadion. Gerade die Offensivabteilung konnte sich auf dem Acker in den vergangenen Wochen wenig entfalten und musste zu oft auf lange Bälle zurückgreifen, die dann mangelhaft verwertet wurden. Jetzt können Stoppelkamp und Co wieder zeigen, was eigentlich in ihnen steckt. Einziger Wermutstropfen bleiben weiterhin die leeren Ränge: „Unsere Fans fehlen, aber ich bin mir sicher, dass sie wieder vor dem Stadion stehen und uns lauthals hupend unterstützen werden“, betont Dotchev.

Türkgücü hat sein Ziel verfehlt

Die Gäste schätzt er als „gefährlich“ ein. Das anvisierte Ziel des direkten Durchmarsches dürfte Türkgücü nicht mehr erreichen, so dass sie „befreit aufspielen können.“ Betrachtet man die vergangenen Spielzeiten, dürfte es für viele Türkgücü-Akteure eh nur noch darum gehen, sich für andere Vereine zu empfehlen. Selbst bei Erfolg wechselte der Aufsteiger zuletzt munter das Personal aus, verpflichtete deutlich über 20 neue Spieler vor jeder Saison.

Nachhaltigkeit ist hier Fehlanzeige: Die Jugend spielt in den unteren Klassen, von einem eigenen Trainingsgelände oder gar einem NLZ sind die Münchner noch meilenweit entfernt - von einer eigenen Spielstätte ganz zu schweigen. Das Investorenmodell wird vom DFB geduldet und eine Entwicklung wie in Uerdingen scheint nicht ausgeschlossen zu sein. Vor diesem Hintergrund erscheint es umso wichtiger, die Weichen für eine gesicherte Zukunft in Duisburg zu stellen. Mit der Initiative Es lebe der Verein haben sich im MSV-Umfeld zahlreiche Fans und Fanclubs zusammengeschlossen, um auf die Situation aufmerksam zu machen.

Autor: Marcel Eichholz
Datum: 19.03.2021
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